Über uns
Das Zentrum für Buddhismuskunde (ZfB) der Universität Hamburg ist eine in das Asien-Afrika-Institut (AAI) mit seinen Fächern Indologie, Japanologie, Koreanistik, Sinologie, Thaiistik, Tibetologie und Vietnamistik eingebettete Einrichtung und wurde im Herbst 2007 gegründet. Es fördert und vernetzt die Erforschung des Buddhismus, stärkt das buddhismuskundliche Lehrangebot an der Universität und vermittelt die wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Buddhismus in der Öffentlichkeit. In seiner Konzeption ist es im deutschsprachigen Raum eine einmalige Institution.
Leitideen und Aufgaben
Das Zentrum fördert die Entwicklung, Koordination und Bündelung der universitären Ressourcen der Buddhismuskunde in drei Bereichen: Lehre, Forschung sowie wissenschaftlicher Austausch und Öffentlichkeit.
Förderung der Lehre
Das Zentrum stärkt das Curriculum in Buddhismuskunde an der Universität durch zusätzliches Lehrangebot. Selbst keine Studiengänge anbietend, bündelt es die buddhismusrelevanten B.A.- und M.A.-Lehrveranstaltungen des Asien-Afrika-Instituts und anderer Einrichtungen, organisiert spezielle Seminare und die internationale Sommer-Universität Buddhismuskunde und unterstützt die am AAI angesiedelte Numata-Professur für Buddhismuskunde. Das Zentrum fördert ferner Studierende durch M.A.- und Promotionsstipendien und plant die Einführung eines M.A.-Studienganges Buddhismuskunde.
Förderung der Buddhismuskunde in der Forschung
Das Zentrum ermöglicht Research Fellows und Gastwissenschaftlern ein eigenes Forschungsprojekt durchzuführen. Es bietet ihnen Zugang zur Fachbibliothek und unterstützt sie in ihren Forschungsvorhaben. Das Zentrum fördert die Forschung in fünf Bereichen:
Forschungsprojekte
Es bietet Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland an, in einem intellektuell stimulierenden Forschungsumfeld als Research Fellows eigene Projekte am Zentrum durchzuführen und in der Lehre tätig zu sein. Gegenwärtig nutzen diese Möglichkeit, die auch die Teilnahme an anderen Aktivitäten des Zentrums einschließt, Wissenschaftler aus unterschiedlichsten Herkunftsländern.
Stipendien
Es fördert akademischen Nachwuchs durch Promotions- und Master-Stipendien.
Online-Publikationen
Es veröffentlicht digital buddhismuskundliche Forschungsbeiträge.
Bibliothek
Das Zentrum ist durch gezieltes Fundraising maßgeblich an der Erweiterung des buddhismuskundlichen Buchbestandes der Bibliothek des Asien-Afrika-Instituts interessiert, die europaweit zu den herausragendsten Fachbibliotheken im Bereich des indo-tibetischen Buddhismus zählt.
Internationales Netzwerk
Mit dem stetigen Ausbau seines Netzwerks von Wissenschaftlern, Studierenden und anderen Institutionen, fördert und intensiviert das Zentrum den wissenschaftlichen Austausch im Bereich der Buddhismuskunde. Vielfältige Kontakte zu Universitäten und Forschungseinrichtungen weltweit bestehen bereits.
Forum für wissenschaftlichen Austausch und Dialog mit der Öffentlichkeit
Das Zentrum trägt maßgeblich dazu bei, die Rolle der Universität Hamburg als einen interdisziplinären Ort buddhismuskundlicher Expertise nach außen zu kommunizieren. Es unterstützt Veranstaltungen, die die Vernetzung von Wissenschaftlern und den Dialog mit den buddhistischen Traditionen und der Öffentlichkeit fördern. Es bietet ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm im Rahmen von internationalen Symposien, Fachtagungen, Workshops und Vortragsreihen. Seit Herbst 2007 hat das Zentrum eine Sommeruniversität, zwei internationale Symposien, einen Workshop und eine Ausstellung organisiert und mehr als fünf interdisziplinäre Vortragsreihen und Podiumsdiskussionen mit über 28 Einzelvorträgen aus den vielfältigsten Disziplinen veranstaltet.
Keine andere Stadt in Deutschland bietet ein so vielfältiges und umfassendes Spektrum der buddhistischen Traditionen wie die Stadt Hamburg. Gemeinsame Veranstaltungsprojekte wie der an der Universität Hamburg abgehaltene „First International Congress on Buddhist Women“, auf dem neben 65 Referentinnen und Referenten der 14. Dalai Lama sprach, sind beispielhaft für die erfolgreiche Verbindung von Wissenschaft und gelebtem Buddhismus.
Mittel- und längerfristige Ziele des Zentrums
Es ist Ziel, das Zentrum für Buddhismuskunde zu einer der führenden Einrichtungen in Europa zu machen und mit einem Internationalen Masterstudiengang für Buddhismuskunde das Studium an der Universität Hamburg weiter auszubauen. Um das Lehrfundament der Buddhismuskunde zu stärken, ist das Zentrum mittelfristig bemüht, in Ergänzung der zwei Säulen indischer und tibetischer Buddhismus, eine dritte Vollprofessur im Bereich des südost- oder ostasiatischen Buddhismus (z. B. chinesischer Buddhismus) zu etablieren.
Voraussetzung, um unsere Ziele zu erreichen
Das Zentrum ist auf potentielle Förderer angewiesen, die auf eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Zentrums setzen und uns in unseren mittel- und längerfristigen Zielen und im Ausbau unserer Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, aber auch in unserer Profilierung und Internationalisierung finanziell und ideell unterstützen.
Ausstattung
Dem Zentrum stehen an der Universität Hamburg eine Reihe wissenschaftlicher und logistischer Ressourcen zur Verfügung:
- Professoren und Mittelbaustellen in den Bereichen altes- und mittelalterliches Indien, indischer Buddhismus, Sinologie, Tibetologie, Japanologie, Koreanistik, Thaiistik und Vietnamistik
- Die Numata-Stiftungs-Professur für Buddhismus
- Die Bibliothek des Asien-Afrika-Institutes mit Schwerpunkt indo-tibetischer Buddhismus
- Das Centre for Tantric Studies
- Büroräume, -ausstattung und Räume für Veranstaltungen
Zentrumsorgane
Das Zentrum wird getragen durch
- den Direktor
Prof. Dr. Michael Zimmermann (Uni Hamburg, Indischer Buddhismus) - eine Geschäftsführung (N.N.)
- das Beiratsgremium
Ehrenbeiräte:
- Dr. Matthieu Ricard (Shechen Monastery, Kathmandu, Nepal)
- Prof. em. Dr. Lambert Schmithausen (Uni Hamburg, Indischer Buddhismus)
Beiräte:
- Priv.-Doz. Dr. Bhikkhu Analayo (Taiwan; Uni Hamburg, Buddhismuskunde)
- Heidi Fischer-Klages (Hamburg)
- Prof. Dr. Michael Friedrich (Uni Hamburg, Sinologie)
- Prof. Dr. Volker Grabowsky (Uni Hamburg, Thaiistik)
- Prof. Dr. Jörg Quenzer (Uni Hamburg, Japanologie)
- Dr. Bhiksuni Jampa Tsedroen (Tibetisches Zentrum Hamburg)