Das Numata Zentrum für Buddhismuskunde der Universität Hamburg, eine in seiner Konzeption und Ausrichtung im europäischen Raum einmalige Einrichtung, dient der Stärkung der Buddhismuskunde in seiner akademischen Ausrichtung und dem Dialog mit anderen Fachdisziplinen, der Öffentlichkeit und den Vertretern der Traditionen des Buddhismus.

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News vom Numata Zentrum für Buddhismuskunde:

Mattia Salvini: Numata Professor im Wintersemester 2014/2015

Dr. Mattia Salvini studierte in Indien (RKM Vivekānanda College, Chennai) und spezialisierte sich auf buddhistische Texte unter Prof. Rāṁśaṅkar Tripāṭhī (Sarnath). Er erlangte seinen Doktortitel von der SOAS, London, mit der Dissertation ‘Conventions and Agency in the Philosophies of the Mahāyāna.’ Seine Forschung konzentriert sich auf buddhistische Philosophie, Sanskrit Grammatik und andere Aspekte der Kultur Südasiens. Er publiziert zu Fragen der buddhistischen Geistesgeschichte und gelegentlich zur indischen Architektur.
Dr. Salvini hat am Rangjung Yeshe Institute (Kathmandu), am International Buddhist College (Songkhla, Thailand) und in den vergangenen fünf Jahren im internationalen Doktorandenprogramm in Buddhismuskunde der Mahindol Universität (Thailand) unterrichtet. Hier an der Uni Hamburg wird er einen Einführungskurs in die buddhistische Philosophie geben und einen Lektürekurs mit Fokus auf einem philosophischen Sanskrit-Kommentar zu einem Abschnitt von Śāntidevas Bodhicaryāvatāra.


E-learning Kurs zum Thema Bhikkhuni-Ordination

Das Numata Zentrum für Buddhismuskunde in Zusammenarbeit mit der Women in Buddhism Study Initiative bietet einen E-learning-Kurs an zum Thema bhikkhuni/bhikshuni-Ordination. Der Kurs besteht aus einer Serie von Vorträgen von internationalen WissenschaftlerInnen, die ihre Forschung zu den legalen Fragen und zum relevanten Vinaya-Material darlegen, gefolgt von einem aktualisierten regionalen Überblick der derzeitigen Situation von Nonnen in den Theravada- und Mulasarvastivada-Traditionen. Die Sprache des Kurses ist Englisch. Die Teilnahme ist kostenlos, erfordert aber eine Online-Registrierung. Nähere Informationen dazu hier


Michael Radich: Numata-Professor im Winter 2013/14

Der Neuseeländer Dr. Michael Radich wird Numata-Gastprofessor im Wintersemester 2013/14. Er lehrt und forscht als Senior Lecturer an der Victoria University of Wellington in Neuseeland. Sein Studium absolvierte er an den Universitäten in Auckland und Harvard (East Asian Studies). Er wurde im Jahre 2007 in Harvard mit seiner Arbeit "The Somatics of Liberation: Ideas about Embodiment in Buddhism from Its Origins to the Fifth Century C.E." promoviert. Dr. Radich übersetzte das Kazushige Shingu, Being Irrational: Lacan, the Objet a, and the Golden Mean. Seine wichtigsten Publikationen sind How Ajatasatru Was Reformed: The Domestication of "Ajase" and Stories in Buddhist History und The Mahaparinirvana-mahasutra and the Emergence of Tathagatagarbha/Buddha nature Doctrine (erscheint 2014).
Im Wintersemester unterrichtet Radich zwei Kurse. Ein Kurs ist eine Einführung in den chinesischen Buddhismus in der Zeit von 383 bis 581 AD. Im zweiten Kurs setzt er sich mit dem berühmten Mahaparinirvana-mahasutra des Buddhismus des Großen Fahrzeugs auseinander. Dabei werden so wichtige Aspekte des Werkes zur Sprache kommen wie seine ideengeschichtliche Einordnung, seine Textgeschichte und sozialgeschichtliche Dimension.


Zentrum für Buddhismuskunde bekommt neuen Namen

Mit einem feierlichen Zusammenkommen wurde am 11. Juli 2013 das Numata Zentrum für Buddhismuskunde (NZfB) eröffnet, das aus dem bisherigen Zentrum für Buddhismuskunde hervorgeht. Das neue Zentrum trägt den Namen der Familie von Rev. Toshihide Numata, dem Präsidenten der Bukkyo Dendo Kyokai (仏教伝道協会) in Tokyo, Japan. Die Bukkyo Dendo Kyokai ist eine weltweit aktive Stiftung, die sich dem Buddhismus und dessen Förderung als universitäres Fach in Forschung und Lehre widmet. Durch die zukünftige Unterstützung der Bukkyo Dendo Kyokai wird es dem Numata Zentrum für Buddhismuskunde verstärkt möglich sein, die verschiedenen Dimensionen des Buddhismus in Vergangenheit und Gegenwart wissenschaftlich zu beleuchten, als Forum für einen Dialog zwischen Wissenschaftlern und praktizierenden Buddhisten zu fungieren und die Ergebnisse der Forschung der breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

v.l.n.r.: M. Zimmermann, H. Fischer, T. Numata, J. Quenzer, L. Schmithausen, S. Katsura

Die Universität Hamburg und ihr Asien-Afrika-Institut, in das das Numata Zentrum für Buddhismuskunde eingebettet ist, unterstreichen damit ihre Spitzenstellung, die sie schon seit Jahrzehnten im Bereich der Buddhismuskunde einnehmen. Während der Eröffnungsfeier brachten verschiedene Würdenträger der Universität Hamburg gegenüber der Bukkyo Dendo Kyokai ihren Dank für die großzügige Unterstützung zum Ausdruck. Der Kulturattaché des Konsulats von Japan Tatsuhiko Ichihara übermittelte ein Grußwort. Wissenschaftler aus anderen Teilen der Welt sprachen aus ihrer Perspektive über Buddhist Studies in Deutschland. Nach seiner Rede enthüllte Rev. Toshihide Numata zusammen mit dem Vizepräsidenten der Universität Hamburg, Herr Prof. Holger Fischer, eine Gedenktafel, die die Neugründung des Zentrums festhält.
Zur Einladung


Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt Stipendium für US-Wissenschaftler am Numata Zentrum für Buddhismuskunde

Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt erneut ein Stipendium für einen 18-monatigen Aufenthalt am Asien-Afrika-Institut/Zentrum für Buddhismuskunde. Prof. Dr. Mario Poceski gilt international als Spezialist für die Geschichte des chinesischen Chan-Buddhismus. Seit 2001 lehrt er an der University of Florida (Gainesville, USA). Am Asien-Afrika-Institut wird er sich in seiner Forschung den historischen Transformationsprozessen widmen, denen die Literatur des Chan-Buddhismus im späten Mittelalter Chinas unterworfen war. Geplant ist, die Ergebnisse seiner Forschung in Hamburg in einem neuen Buch zu publizieren, das den Titel tragen wird: The Records of Mazu Daoyi and the Making of Classical Chan Literature. Es wird Poceskis Veröffentlichung aus dem Jahre 2007 (Oxford University Press) ergänzen, in dem er sich mit der Geschichte und den Lehren der Hongzhou-Schule des chinesichen Chan auseinandergesetzt hatte (Ordinary Mind as the Way: The Hongzhou School and the Growth of Chan Buddhism). Prof. Poceski wird in drei Perioden Gast am Zentrum für Buddhismuskunde sein, erstmals ab Mai 2013.


Numata-Gastprofessur für Buddhismuskunde

Die Numata-Gastprofessur für Buddhismuskunde wir im Sommersemester 2013 mit Herrn Dr. Steffen Döll besetzt. Er wird zwei Kurse unterrichten, von denen einer das Thema der Karmalehre des Buddhismus und der andere die Geschichte und Geschichtsschreibung des Zen-Buddhismus zum Thema hat. Steffen Döll studierte Japanologie, Sinologie und Religionswissenschaft in München und Kyoto. Derzeit ist er wissenschaftlicher Assistent am Japan-Zentrum der LMU München und Mitglied des Jungen Kollegs der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Seine Arbeiten konzentrieren sich auf die Geistes- und Literaturgeschichte Japans, Systematik und Geschichte des Buddhismus sowie Kulturtransfers in Ostasien. Zusammengeführt finden sich diese Gebiete in seiner 2010 veröffentlichten Dissertation Im Osten des Meeres. Chinesische Emigrantenmönche und die frühen Institutionen des japanischen Zen-Buddhismus. Wir freuen uns sehr darüber, dass wir ihn im Sommersemester für Hamburg gewinnen konnten.


Master Program in Buddhist Studies ab Winter 2013/14 auch mit Schwerpunkt Thailand

Die Universität Hamburg erweitert ab dem Wintersemester 2013 ihr Angebot in Buddhismuskunde. Es wird dann möglich sein, Buddhismuskunde mit Schwerpunkt Thailand zu studieren. Erstmals wird damit eine Form des Buddhismus Südostasiens in Deutschland an einer Universität als Masterkurs angeboten. Neben dem Schwerpunkt Thailand kann Buddhismuskunde bereits seit zwei Jahren mit den Schwerpunkten Indien, Tibet, China oder Japan studiert werden. Der Masterkurs baut auf soliden Kenntnissen der jeweiligen Regionalsprache auf und beinhaltet Kurse, die unterschiedliche, den Buddhismus in Geschichte und Gegenwart betreffende Themen abdecken. Nähere Informationen dazu hier.